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Straßenzulassung für das self balancing board?

Seit Januar sieht man immer öfter seltsame Elektro-Gefährte, bei welchen der Fahrer zwischen zwei Rädern auf einem Trittbrett steht und balancierend durch die Gegend fährt. Sogenannte „Self Balancing Boards„, wie das „IO Hawk“ sind die neueste Erfindung, die auf der CES Premiere feierten. Ein wenig erinnern die Fahrzeuge an Segways, diese besitzen jedoch eine Haltestange und größere Räder. Da es sich bei den elektrisch betriebenen Gefährten um Fortbewegungsgeräte handelt, sind sie im kraftfahrrechtlichen Sinn auch als Kraftfahrzeug anzusehen. Es handelt sich jedoch um kein besonders Fortbewegungsmittel nach § 24 der Straßenverkehrsordnung, darum darf es auch nicht auf Gehwegen gefahren werden.iohawk_strassenzulassung

Mit Self Balancing Boards ist das Fahren auf öffentlichen Flächen nicht erlaubt

Gemäß § 30 der STVO müssen Fahrzeuge, um damit auf öffentlichen Straßen fahren zu dürfen, so gebaut sein, dass sie niemanden gefährden oder schädigen, belästigen oder behindern. Die Fahrzeuge müssen auch so ausgestattet sein, dass Fahrer und Mitfahrer vor Verletzungen geschützt sind und diese so gering wie möglich bleiben. Da dies bei den Self Balancing Boards nicht der Fall ist, keine Beleuchtung, keine Bremsen, besitzen sie nicht die zwingend notwendige Verkehrs- und Betriebssicherheit. Aus diesem Grund ist das Fahren auf öffentlichen Straßen nicht erlaubt. Dennoch versucht zum Beispiel der Hersteller IO Hawk eine Straßenzulassung für diese Boards zu bekommen. Segways dürfen zwar mit einer Mofa-Prüfbescheinigung gelenkt werden, das IO Hawk jedoch nicht. Durch die Bauart der Boards liegt ihre Geschwindigkeit teilweise über 6 km/h und dadurch würden die Geräte auch der Versicherungspflicht unterliegen, wenn sie auf öffentlichen Straßen verwendet werden.

 

 

Auf öffentlichen Flächen muss mit einer Strafe gerechnet werden

Das IO Hawk oder andere Self Balancing Boards dürfen daher nur außerhalb öffentlicher Verkehrsflächen betrieben werden. Das wären Wege, Plätze oder Straßen, die nicht von Jedermann unter den gleichen Bedingungen benützt werden können. Abgesperrte private Flächen oder Straßen, die mit Schranken gesichert sind, könnten mit den Boards befahren werden. Wer auf öffentlichen Straßen mit einem Self Balancing Board erwischt wird, muss mit Sanktionen und Strafen rechnen. Außerdem empfiehlt es sich, bei Fahrten mit den Boards auf alle Fälle Schutzausrüstung und Helm zu tragen. Auch das Fahren von Kindern sollte kritisch betrachtet werden.


Rechtlicher Hinweis: Dieser Text ist keine Rechtsberatung. Keine Garantie auf die komplette Richtigkeit dieser Aussagen.